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Theo´s Tipp im Juni 2018

Liebe Gartenfreunde,

herrlichstes Wetter im Mai. Die ersten 3 Wochen waren warm und trocken. Bodenfröste gab es nur in höheren Lagen. Am Monatsende zogen allerdings bei heißem Wetter heftige Gewitter durch. Im Juni kann man die Früchte der Arbeit ernten.  Der Garten steht in voller Blütenpracht und zeigt sich von der schönsten Seite.

Wer den ganzen Sommer und Herbst frisches Gemüse zur Verfügung haben möchte, sollte regelmäßig kleinere Mengen Erbsen, Salat, Rettich, Mohrrüben und Radieschen aussähen. Die Frühkartoffeln können geerntet werden. Am besten mit der Grabegabel aushebeln und an der Luft abtrocknen lassen. Ich hole mir immer nur so viel wie ich brauche aus dem Boden. Geschmacklich liegen bei mir Frühkartoffeln ganz vorne in meiner Gunst.

Am 24. Juni ist Johannistag. Die Bezeichnung geht auf Johannes den Täufer zurück, der laut Bibel 6 Monate vor Christus Geburtstag hat. Man vermutet, dass mit diesem Datum heidnischen Bräuche der Sommersonnenwende christianisiert wurden (siehe auch Johannisfeuer). Zu Ostern wurde es ähnlich gemacht. Der Begriff Ostern geht auch die germanische Göttin Ostera zurück.

Für uns Gärtner ist der Johannistag ein wichtiger Termin im Gartenkalender. Die Natur hat es so eingerichtet, dass auch bei starken Schäden durch Trockenheit oder Insekten, die Pflanzen noch mal in einem zweiten Trieb (der s.g. Johannestrieb) nachdem Frühjahrsausschlag durchstarten können. Das nutzen die Spargelanbauer. Der Frühjahrsaustrieb wird geerntet. Der Johannistrieb sorgt dafür, dass die Pflanze genug Photosythese betreiben kann, um im nächsten Jahr wieder kräftig zur Verfügung zu stehen.  Wir schneiden unsere Hecke nach dem Johannistrieb, dann bleibt Sie bis zum Frühjahr in Form.

Die Sommerfütterung unserer Vögel hat sich vielerorts durchgesetzt. Insbesondere die Sperlinge als Kulturfolger benötigen Futter das ganze Jahr über. Sehr dankbar wird von den Vögeln bei der trockenen Witterung auch die Vogeltränke angenommen.
Ob bewässert werden muss hängt vom Boden ab. Alles was in diesem Frühjahr neu gepflanzt wurde sollte auch besonders beobachtet werden. Ansonsten denke ich, dass die Pflanzen sich zu helfen wissen. Bei Trockenheit wachsen die Wurzeln dem Wasser hinterher. Wo regelmäßig kurz gewässert wird, haben es die Pflanzen nicht nötig, lange Wurzeln auszubilden. Man ist als Gärtner gezwungen, weiterhin regelmäßig zu gießen. Wenn man gießt, dann bitte ausgiebig, dass das Wasser bis in die Tiefe vordringt.

Jetzt ist der Buchsbaumzünsler auch bei mir im Garten angekommen. Mit Freude beobachte ich die Meisen, die in die Buchsbauhecke schlüpfen und die Raupen in die Nistkästen tragen. Normal ist das nicht, weil dieser Zuzügling nicht ins Beuteschema unserer einheimischen Tiere passt. Vielleicht ist Hoffnung für unsere Buchsbäume und die Natur passt sich an.
Und bitte daran denken, nicht nur arbeiten, sondern auch genießen. Ich habe bei dem schönen Wetter den Lebensmittelpunkt nach draußen verlegt. Das Sofa drinnen wurde durch die Gartenliege draußen ersetzt und die Küche durch den Grill. Und das Schönste, einen Fernseher gibt es hier nicht. Der Blick in die Natur und das Lauschen der Vögel lassen mich nichts vermissen.

Euer Theo

Liebe Gartenfreunde, herrlichstes Wetter im Mai. Die ersten 3 Wochen waren warm und trocken. Bodenfröste gab es nur in höheren Lagen. Am Monatsende zogen allerdings bei heißem Wetter heftige... mehr erfahren »
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Theo´s Tipp im Juni 2018

Liebe Gartenfreunde,

herrlichstes Wetter im Mai. Die ersten 3 Wochen waren warm und trocken. Bodenfröste gab es nur in höheren Lagen. Am Monatsende zogen allerdings bei heißem Wetter heftige Gewitter durch. Im Juni kann man die Früchte der Arbeit ernten.  Der Garten steht in voller Blütenpracht und zeigt sich von der schönsten Seite.

Wer den ganzen Sommer und Herbst frisches Gemüse zur Verfügung haben möchte, sollte regelmäßig kleinere Mengen Erbsen, Salat, Rettich, Mohrrüben und Radieschen aussähen. Die Frühkartoffeln können geerntet werden. Am besten mit der Grabegabel aushebeln und an der Luft abtrocknen lassen. Ich hole mir immer nur so viel wie ich brauche aus dem Boden. Geschmacklich liegen bei mir Frühkartoffeln ganz vorne in meiner Gunst.

Am 24. Juni ist Johannistag. Die Bezeichnung geht auf Johannes den Täufer zurück, der laut Bibel 6 Monate vor Christus Geburtstag hat. Man vermutet, dass mit diesem Datum heidnischen Bräuche der Sommersonnenwende christianisiert wurden (siehe auch Johannisfeuer). Zu Ostern wurde es ähnlich gemacht. Der Begriff Ostern geht auch die germanische Göttin Ostera zurück.

Für uns Gärtner ist der Johannistag ein wichtiger Termin im Gartenkalender. Die Natur hat es so eingerichtet, dass auch bei starken Schäden durch Trockenheit oder Insekten, die Pflanzen noch mal in einem zweiten Trieb (der s.g. Johannestrieb) nachdem Frühjahrsausschlag durchstarten können. Das nutzen die Spargelanbauer. Der Frühjahrsaustrieb wird geerntet. Der Johannistrieb sorgt dafür, dass die Pflanze genug Photosythese betreiben kann, um im nächsten Jahr wieder kräftig zur Verfügung zu stehen.  Wir schneiden unsere Hecke nach dem Johannistrieb, dann bleibt Sie bis zum Frühjahr in Form.

Die Sommerfütterung unserer Vögel hat sich vielerorts durchgesetzt. Insbesondere die Sperlinge als Kulturfolger benötigen Futter das ganze Jahr über. Sehr dankbar wird von den Vögeln bei der trockenen Witterung auch die Vogeltränke angenommen.
Ob bewässert werden muss hängt vom Boden ab. Alles was in diesem Frühjahr neu gepflanzt wurde sollte auch besonders beobachtet werden. Ansonsten denke ich, dass die Pflanzen sich zu helfen wissen. Bei Trockenheit wachsen die Wurzeln dem Wasser hinterher. Wo regelmäßig kurz gewässert wird, haben es die Pflanzen nicht nötig, lange Wurzeln auszubilden. Man ist als Gärtner gezwungen, weiterhin regelmäßig zu gießen. Wenn man gießt, dann bitte ausgiebig, dass das Wasser bis in die Tiefe vordringt.

Jetzt ist der Buchsbaumzünsler auch bei mir im Garten angekommen. Mit Freude beobachte ich die Meisen, die in die Buchsbauhecke schlüpfen und die Raupen in die Nistkästen tragen. Normal ist das nicht, weil dieser Zuzügling nicht ins Beuteschema unserer einheimischen Tiere passt. Vielleicht ist Hoffnung für unsere Buchsbäume und die Natur passt sich an.
Und bitte daran denken, nicht nur arbeiten, sondern auch genießen. Ich habe bei dem schönen Wetter den Lebensmittelpunkt nach draußen verlegt. Das Sofa drinnen wurde durch die Gartenliege draußen ersetzt und die Küche durch den Grill. Und das Schönste, einen Fernseher gibt es hier nicht. Der Blick in die Natur und das Lauschen der Vögel lassen mich nichts vermissen.

Euer Theo

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