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Theo´s Tipp im Oktober 2018

Liebe Gartenfreunde,

Pünktlich zum Herbstanfang sind auch die ganz heißen Tage vorbei. In Deutschland gibt es die ersten kälteren Nächte. Dennoch ist es sehr sonnig. Die Meteorologen sprechen vom Altweibersommer. Häufig bildet sich, wie auch in diesem Jahr, eine stabile Hochdruckzone aus.  Der Begriff „Altweibersommer“ kommt von den Spinnenfäden, die durch die Luft fliegen und mit grauen Haaren in Verbindung gebracht werden. Die Tage werden jetzt schnell kürzer, wir bereiten unseren Garten auf die Vegetationspause vor. Im Boden aber kann man den Frühling schon sehen. Die Pflanzen bereiten sich vor. Das bedeutet im Herbst werden schon wichtige Grundlagen für den schönen Frühjahrsgarten gelegt. Hierzu zählen die Herbstdüngung (s.u.) und das Auspflanzen von Blumenzwiebel. Auch Gehölze wachsen sehr gut im Herbst an.

Einen besonders schönen Anblick jetzt im Herbst hat, wer bei der Gartengestaltung auf Abwechslung und Farbenpracht geachtet hat: Nicht nur der Blutstorchschnabel macht seinem Namen alle Ehre indem neben den letzten Blüten sein Laub nun nach und nach errötet, auch die Blätter japanischer Ahorne leuchten in allen Farben des Sonnenuntergangs, die gelben Blätter des Kuchenbaums verbreiten darüber hinaus ihren verführerischen Duft.

Zunächst gilt es die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten. Hierfür gibt es auch Tricks mit der Düngung. Kalibetonte Dünger sind ideal. Deshalb enthalten Herbstdünger viel Kali. Kali hat eine Frostschutzwirkung und stärkt die Pflanzenzellen vor Pilzbefall im Winter.

Beim Rasen empfehle ich die Düngung mit einem organisch mineralischen Herbstrasendünger. Die organischen Bestandteile zersetzen sich langsam über den Winter und stehen im Frühjahr dem Rasen nach der Erwärmung des Bodens zur Verfügung. Dieses Jahr ist die Herbstdüngung besonders wichtig, da vielfach aufgrund der Trockenheit auf eine Sommerdüngung verzichtet wurde. Kurz bevor Regen zu erwarten ist, ist die Düngung optimal.

Auch meine Rosen bekommen noch eine halbe Handvoll weiträumig um die Pflanze verteiltes Kalium. Damit kommen die Rosen besser mit Frost klar. Ich empfehle den chloridarmen Patentkali, der auch wertvolles Magnesium und Schwefel enthält.

Jetzt beginnt auch wieder der sportliche Kampf mit dem Laub. Gut geeignet sind Komposter, um wertvollen Humus für das nächste Jahr zu gewinnen. Im Prinzip ist die Kompostierung nichts anderes als der natürliche Prozess der Verrottung, nur dass wir versuchen, optimale Bedingungen zu schaffen.

Der Kompostierungsvorgang benötigt Luft, damit die Kleinstlebewesen und Bakterien, die uns dabei helfen, atmen können. Weiterhin benötigen diese Wasser, aber nicht so viel, dass die Luft verdrängt wird. Dann benötigen die Lebewesen noch eine Startgabe Stickstoff (hieraus bauen die Bakterien Ihre körpereigenen Proteine aus, nur mit genügend Stickstoff findet eine ausreichende Vermehrung statt). Von unten sollte der Kompost Erdkontakt haben, damit helfenden Bodenlebewesen einwandern können. Wärme beschleunigt die Kompostierung, deshalb sollten Komposter mindestens eine Standfläche von 1 m² haben, damit der Haufen nicht auskühlt.

Wer gerne ein Hochbeet nutzen möchte, sollte mit der Kompostgewinnung starten. Kompost ist ein wertvoller Bestandteil des Hochbeetes.

Es ist auch Zeit, die Obstbäume mit Biobaumanstrich zu streichen. Hauptgrund ist die sonnenreflektierende Wirkung des weißen Anstrichs. Hierdurch werden Temperatursprünge in der Rinde vermieden und so den Frostrissen in der Borke vorgebeugt. Nützliche Nebenwirkungen sind die Versorgung mit Spurennährstoffen und die phytosanitäre Wirkung des Biobaumanstrichs.

Die Gartenmöbel kommen jetzt in den Schuppen. Aber halt. Die Bank bleibt noch draußen. So schön ist es auch im Herbst auf ihr.

Denn nicht vergessen. Garten ist auch Entspannung.

Euer Theo

Liebe Gartenfreunde, Pünktlich zum Herbstanfang sind auch die ganz heißen Tage vorbei. In Deutschland gibt es die ersten kälteren Nächte. Dennoch ist es sehr sonnig. Die Meteorologen sprechen... mehr erfahren »
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Theo´s Tipp im Oktober 2018

Liebe Gartenfreunde,

Pünktlich zum Herbstanfang sind auch die ganz heißen Tage vorbei. In Deutschland gibt es die ersten kälteren Nächte. Dennoch ist es sehr sonnig. Die Meteorologen sprechen vom Altweibersommer. Häufig bildet sich, wie auch in diesem Jahr, eine stabile Hochdruckzone aus.  Der Begriff „Altweibersommer“ kommt von den Spinnenfäden, die durch die Luft fliegen und mit grauen Haaren in Verbindung gebracht werden. Die Tage werden jetzt schnell kürzer, wir bereiten unseren Garten auf die Vegetationspause vor. Im Boden aber kann man den Frühling schon sehen. Die Pflanzen bereiten sich vor. Das bedeutet im Herbst werden schon wichtige Grundlagen für den schönen Frühjahrsgarten gelegt. Hierzu zählen die Herbstdüngung (s.u.) und das Auspflanzen von Blumenzwiebel. Auch Gehölze wachsen sehr gut im Herbst an.

Einen besonders schönen Anblick jetzt im Herbst hat, wer bei der Gartengestaltung auf Abwechslung und Farbenpracht geachtet hat: Nicht nur der Blutstorchschnabel macht seinem Namen alle Ehre indem neben den letzten Blüten sein Laub nun nach und nach errötet, auch die Blätter japanischer Ahorne leuchten in allen Farben des Sonnenuntergangs, die gelben Blätter des Kuchenbaums verbreiten darüber hinaus ihren verführerischen Duft.

Zunächst gilt es die Pflanzen auf den Winter vorzubereiten. Hierfür gibt es auch Tricks mit der Düngung. Kalibetonte Dünger sind ideal. Deshalb enthalten Herbstdünger viel Kali. Kali hat eine Frostschutzwirkung und stärkt die Pflanzenzellen vor Pilzbefall im Winter.

Beim Rasen empfehle ich die Düngung mit einem organisch mineralischen Herbstrasendünger. Die organischen Bestandteile zersetzen sich langsam über den Winter und stehen im Frühjahr dem Rasen nach der Erwärmung des Bodens zur Verfügung. Dieses Jahr ist die Herbstdüngung besonders wichtig, da vielfach aufgrund der Trockenheit auf eine Sommerdüngung verzichtet wurde. Kurz bevor Regen zu erwarten ist, ist die Düngung optimal.

Auch meine Rosen bekommen noch eine halbe Handvoll weiträumig um die Pflanze verteiltes Kalium. Damit kommen die Rosen besser mit Frost klar. Ich empfehle den chloridarmen Patentkali, der auch wertvolles Magnesium und Schwefel enthält.

Jetzt beginnt auch wieder der sportliche Kampf mit dem Laub. Gut geeignet sind Komposter, um wertvollen Humus für das nächste Jahr zu gewinnen. Im Prinzip ist die Kompostierung nichts anderes als der natürliche Prozess der Verrottung, nur dass wir versuchen, optimale Bedingungen zu schaffen.

Der Kompostierungsvorgang benötigt Luft, damit die Kleinstlebewesen und Bakterien, die uns dabei helfen, atmen können. Weiterhin benötigen diese Wasser, aber nicht so viel, dass die Luft verdrängt wird. Dann benötigen die Lebewesen noch eine Startgabe Stickstoff (hieraus bauen die Bakterien Ihre körpereigenen Proteine aus, nur mit genügend Stickstoff findet eine ausreichende Vermehrung statt). Von unten sollte der Kompost Erdkontakt haben, damit helfenden Bodenlebewesen einwandern können. Wärme beschleunigt die Kompostierung, deshalb sollten Komposter mindestens eine Standfläche von 1 m² haben, damit der Haufen nicht auskühlt.

Wer gerne ein Hochbeet nutzen möchte, sollte mit der Kompostgewinnung starten. Kompost ist ein wertvoller Bestandteil des Hochbeetes.

Es ist auch Zeit, die Obstbäume mit Biobaumanstrich zu streichen. Hauptgrund ist die sonnenreflektierende Wirkung des weißen Anstrichs. Hierdurch werden Temperatursprünge in der Rinde vermieden und so den Frostrissen in der Borke vorgebeugt. Nützliche Nebenwirkungen sind die Versorgung mit Spurennährstoffen und die phytosanitäre Wirkung des Biobaumanstrichs.

Die Gartenmöbel kommen jetzt in den Schuppen. Aber halt. Die Bank bleibt noch draußen. So schön ist es auch im Herbst auf ihr.

Denn nicht vergessen. Garten ist auch Entspannung.

Euer Theo

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